Sinnvolle Geschenke für Kleinkinder: Was nach dem Ausmisten übrig blieb
Vor ein paar Monaten haben wir radikal aussortiert. Spielzeug vom Großen, das seit Monaten niemand mehr angeschaut hat, sind weitergewandert: zu Freunden, in den Flohmarktkorb, ein paar Sachen auch gespendet. Manches war einfach uninteressant geworden, vieles war schlicht zu viel.
Übrig geblieben ist erstaunlich wenig. Aber genau das, was bei uns wirklich bespielt wird, jeden Tag oder zumindest jede Woche. Und genau diese Sachen stelle ich dir hier vor, sortiert nach Alter von 0 bis 3 Jahren.
Kennst du das? Man kauft ein Spielzeug, das blinkt, singt und leuchtet, und das Kind schaut es zweimal an. Bei uns war das ein buntes Handy mit Musik. Nach ein paar Mal war es uninteressant. Das absolute Highlight dagegen: eine alte Fernbedienung.
In diesem Artikel findest du sinnvolle Geschenke für Kleinkinder, die bei uns den großen Ausmist-Test überstanden haben. Dazu Geschenkideen ohne Spielzeug und ehrlich gesagt auch, was ich nicht mehr kaufen würde.
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Warum weniger Spielzeug oft mehr ist
Geburtstag oder Weihnachten mit kleinen Kindern läuft oft gleich ab. Großeltern, Tanten, Paten, alle bringen etwas mit. Am Ende sitzt ein Zweijähriges vor zwölf Paketen, reißt eins nach dem anderen auf und spielt mit keinem davon richtig.
Das ist keine böse Absicht von irgendwem. Es ist nur zu viel auf einmal.
Es gibt dazu auch eine kleine Studie aus den USA (Dauch et al., 2018). 36 Kleinkinder zwischen 18 und 30 Monaten durften einmal mit 4 und einmal mit 16 Spielsachen spielen. Mit nur 4 Spielsachen blieben sie etwa doppelt so lange bei einem Spielzeug und probierten deutlich mehr verschiedene Spielweisen aus. Eine einzelne kleine Studie beweist nicht alles, aber sie passt sehr gut zu dem, was ich zuhause beobachte und was ich auch in meiner Ausbildung zur Kindergartenpädagogin gelernt habe.
Mein Tipp für den Geschenkeberg: Du musst nicht alles am selben Tag geben. Halte ein paar Geschenke bewusst zurück und gib sie an einem ganz normalen Dienstag. Kleine Kinder merken den Unterschied nicht, und das Geschenk bekommt die Aufmerksamkeit, die es verdient.
Was sich bei uns verändert hat
Beim ersten Kind habe ich gekauft, was man eben so kauft, wobei wir das meiste eher geschenkt bekommen haben und selber wenig gekauft haben. Beim zweiten hat sich nicht in erster Linie das Spielzeug verändert, sondern meine Haltung.
Mit mehr Erfahrung und mehr Wissen darüber, wie Kinder lernen, schaue ich anders auf Spielsachen. Kleinkinder lernen durch eigenes Tun: greifen, stecken, ausprobieren, wiederholen. Ein Spielzeug, das alles selbst macht, lässt ihnen wenig zu tun. Ein Spielzeug, das nur dann etwas tut, wenn das Kind etwas tut, hält viel länger.
Deshalb sind viele unserer Sachen heute eher in Richtung Montessori gedacht: wenige, gut gewählte Dinge, oft aus Holz, mit einer klaren Aufgabe. Aber ehrlich: Nicht alles, wo Montessori draufsteht, ist automatisch besser. Manches ist teuer, sehr speziell und nach ein paar Monaten zu leicht. Der Name allein macht noch kein gutes Spielzeug. Vieles habe ich für meinen Sohn und meine Tochter deshalb selbst nach Montessori zusammengestellt, aus Dingen, die ohnehin im Haushalt waren: Schüttübungen mit Reis, Linsen oder Sand, Sortierspiele mit einem Eierkarton oder bunten Muffinförmchen und ein Fädelspiel aus Pfeifenputzern und großen Perlen. Das kostet fast nichts und wird genauso bespielt. Bei allem mit kleinen Teilen gilt nur: immer dabeibleiben, denn Reis, Linsen und Perlen landen bei Kleinkindern schnell im Mund.
Unser Spielzeug nach Alter: was wirklich bespielt wird
Die Altersangaben sind grobe Richtwerte. Jedes Kind hat sein eigenes Tempo, und vieles wird über mehrere Phasen hinweg bespielt. Achte bei allem auf die Altersangabe des Herstellers, gerade bei Kleinteilen und Magneten.
0 bis 6 Monate: Es braucht fast nichts
In den ersten Monaten ist das Spannendste ohnehin dein Gesicht, deine Stimme und das, was um das Baby herum passiert. Spielzeug spielt eine Nebenrolle.
Erste Bücher: Kontrastbücher oder Fühlbücher zum gemeinsamen Anschauen. Ganz am Anfang erkennen Babys vor allem starke Kontraste, deshalb ist ein Kontrastbuch ideal für die ersten Wochen. Wer etwas Kleines für unterwegs mag: Es gibt auch ein Kontrastbuch im Pixi-Format, das in jede Tasche passt. Etwas später kommt ein Fühlbuch aus Stoff dazu: Es knistert, hat verschiedene Stoffe zum Fühlen, kleine Klappen und einen Spiegel. Laut Hersteller ist es aus Baumwolle, hat keine abnehmbaren Kleinteile und lässt sich komplett waschen. Mit der Öse kommt es an den Kinderwagen und ist so auch unterwegs dabei.

Knistertuch oder Knistertier: Ein Stoffläppchen, das beim Knautschen raschelt. Es ist leicht zu greifen, und das Geräusch macht das Baby selbst. Damit fängt das an, was sich durch den ganzen Artikel zieht: Das Spielzeug reagiert auf das Kind. Achte beim Kauf auf das Material: Vieles ist aus Kunststoff, und in diesem Alter landet alles im Mund. Deshalb lieber Naturmaterialien wie Baumwolle, so weit es möglich ist. Hier findest du unser Knistertier.

Schnuffeltuch oder Schmusetuch: Etwas Weiches zum Greifen, Festhalten und Nuckeln. Eines reicht völlig, am besten waschbar, zum Beispiel diese Ente oder dieses Bärchen. Den Bären hat mein Neffe von Anfang an, er liebt ihn sehr und kann heute ohne ihn gar nicht einschlafen. Ein schöner Trick: Kuschel selbst ein paar Tage mit dem Tuch. Es nimmt deinen Geruch an, und das kann dein Baby beruhigen. Mein Tipp: Wenn sich zeigt, dass dein Kind das Tuch gut annimmt, kauf gleich ein zweites als Reserve. Geht der Liebling einmal verloren oder muss in die Wäsche, ist Ersatz da. Achte auch hier auf Baumwolle statt Polyester: Ente und Bärchen sind aus Baumwolle. Vorsicht bei gehäkelten Kuscheltieren und Schnuffeltüchern, die auf Märkten oder online verkauft werden: Auch Handgemachtes braucht beim Verkauf eine CE-Kennzeichnung, und die fehlt oft. Mit dem CE-Zeichen bestätigt der Hersteller, dass sein Spielzeug die EU-Sicherheitsanforderungen erfüllt, etwa dass sich keine Augen oder anderen Kleinteile lösen und verschluckt werden können. Was Oma selbst häkelt und schenkt, ist davon natürlich nicht betroffen.

Stehauf-Pinguin mit Klang: Er wackelt, kippt nie um und klingt nur, wenn das Baby ihn anstößt. Genau das Prinzip, das sich bei uns durchzieht: Das Spielzeug reagiert auf das Kind, nicht umgekehrt. Bei uns war gegen Ende der ersten 6 Monate der richtige Zeitpunkt, und meine Kleine wie auch meine Nichte mögen ihn sehr. Unserer ist der Stehauf-Pinguin von Hape: aus Holz, mit einem leisen Glöckchen und Armen, die beim Wackeln mitschwingen.
6 bis 12 Monate: Alles muss in die Hand
Jetzt wird gegriffen, geschüttelt, geklopft und gekrabbelt. Und genau hier passiert es: Das Alltagsding schlägt das Spielzeug.
Krabbeltunnel: Sobald das Baby mobil wird, ein echter Dauerbrenner. Rein, raus, verstecken, wiederfinden. Unseren Krabbeltunnel haben wir noch vom Großen, und er wird bis heute immer wieder ausgepackt. Nicht nur zum Krabbeln: Mal wird er zum Eingang einer Höhle, mal laufen die Kinder darin lachend durch die Wohnung.
Rassel: Schütteln, hören, nochmal schütteln. Das Geräusch macht das Baby selbst. Auch hier wird viel Plastik angeboten, entscheide dich gern für Holz, zum Beispiel für diese Rassel aus Holz. Rasseln kannst du aus den unterschiedlichsten Materialien auch selber machen :)
Sensorikflaschen: Durchsichtige Flaschen mit Wasser, Glitzer, Perlen oder Reis. Erst zum Anschauen, später zum Rollen und Schütteln. Deckel unbedingt fest verkleben. Kaufen musst du dafür nichts Besonderes: Wie du sie selbst machst, zeige ich dir mit 13 Ideen in meiner Anleitung für DIY-Sensorikflaschen.

Unser Geheimtipp: Alltagsdinge. Eine alte Fernbedienung (natürlich ohne Batterien), ein Kochlöffel aus Holz, eine Taschentuchbox zum Ausräumen und wieder Einräumen oder ein großer Karton zum Reinsetzen, Verstecken und Schieben. Sie sind echt, die Großen benutzen sie, also sind sie spannend. Und sie kosten nichts.
12 bis 18 Monate: Laufen, stecken, sortieren

Nachziehtier: Perfekt für die ersten Schritte. Das Kind zieht, das Tier folgt. Einfacher geht Spielzeug kaum. Bei uns ist es diese Raupe zum Nachziehen, und sie wird bis heute gern bespielt. Mit einem zweiten Ziehtier ziehen die Kleine und der Große sogar gemeinsam ihre Runden.

Watschelente: Für Kinder, die schon sicherer laufen, kommt ein Schiebetier dazu: Unsere Watschelente hängt an einem langen Holzstab, und beim Schieben watscheln die Füße mit. Das Geräusch beim Watscheln findet sie sehr lustig und sie wird immer wieder mal geren ausgeführt ;)

Steckspiel und Sortierspielzeug: Formen in Löcher stecken, Dinge nach Farben oder Größen sortieren. Meine Kleine hat dieses Steckspiel aus Holz geliebt: Münzen, Stäbchen und Eisstiele durch verschiedene Schlitze in einen Holzeimer werfen. Damit hat sie sich wirklich lange beschäftigt und war dabei hochkonzentriert. Es ist aus Buchenholz mit Farbe auf Wasserbasis und kommt in einer Baumwolltasche, sodass alles zusammenbleibt. Die Münzen sind klein, also am Anfang dabeibleiben. Für etwas später passt ein Steckspiel mit verschiedenen Formen, bei dem das Kind herausfinden muss, welches Teil wohin gehört.

Zum Sortieren braucht es aber nicht einmal Kaufspielzeug: Filzkugeln und Behälter in passenden Farben, etwa ein Eierkarton oder kleine Schüsseln, reichen völlig. Später kommt eine Pinzette dazu, dann wird daraus eine richtige Feinmotorik-Übung. Wird bei uns erstaunlich lange bespielt, weil es mit dem Kind mitwächst.

Kugelbahn aus Holz: Kugel rein, Kugel rollt, Kugel unten. Hundertmal hintereinander. Unsere Kugelbahn haben wir noch vom Großen, und sie wird bis heute gern bespielt.
Kletterdreieck mit Rutsche: Das ist die größte Anschaffung in dieser Liste, und sie braucht Platz. Dafür wird es jahrelang genutzt: Der Große hat seines mindestens bis 6 Jahre bespielt. Nimm deshalb lieber eine etwas größere Variante wie dieses Kletterdreieck, dann passt es länger. Wer geschickt ist, kann es auch selbst bauen: Unseres hat der Opa gebaut, extra groß, und es wurde heiß geliebt. Außerdem lässt es sich wunderbar zweckentfremden: Decke drüber, und schon ist es eine Höhle. Die Rutsche dient bei uns auch als Tisch, zum Beispiel für unseren Kaufladen. Wenn du nur ein größeres Geschenk planst und Platz hast: Das lohnt sich. Und wer richtig viel Platz hat und schon an später denkt: Dieser Kletterturm vereint Kletterwand, Strickleiter, Netz, Rutsche und ein abnehmbares Zelt als Rückzugsort. Er ist aus Kiefernholz aus nachhaltiger Forstwirtschaft, laut Hersteller aber erst ab 3 Jahren geeignet.
Trommel, Xylophon und Musikinstrumente: Draufhauen und hören, was passiert. Laut, ja. Aber selbst gemacht laut. Statt einzelner Instrumente lohnt sich ein Musikset aus Holz: Xylophon, Tamburin, Rasseln, Kastagnetten, Klanghölzer und mehr, alles aus unbehandeltem Naturholz ohne Lack und Farbe. Dazu gibt es einen Beutel, in dem alles verstaut wird. Der Hersteller empfiehlt, dass Kinder unter 3 Jahren nur mit Erwachsenen spielen.
18 bis 24 Monate: Die Finger werden geschickter

Motorikbrett: Schalter, Riegel, Reißverschluss, Schloss. Alles, was im echten Leben spannend ist und man nicht anfassen soll, darf man hier. Unser großes Motorikbrett hat der Opa zum ersten Geburtstag vom Großen selbst gebaut: zwei riesige Sperrholzplatten, oben mit Scharnieren verbunden, sodass man es aufklappen und aufstellen kann. Es wird bis heute bespielt. Selbstgemacht ist natürlich etwas Besonderes. Ehrlich gesagt ist aber auch schnell mal etwas kaputtgegangen, und wenn man die Preise für all die kleinen Teile zusammenrechnet, ist ein gekauftes Brett oft nicht teurer. Dieses Motorikbrett in Walform kommt mit seiner Auswahl an Beschäftigungsmaterial unserem sehr nahe und sieht dazu richtig schön aus. Wer es exklusiv mag, wird mit diesem Motorikhaus aus Holz glücklich: Rundum gibt es Riegel, Schalter, Drehrad, Klingel, Telefon, Schloss mit Schlüssel und Reißverschlüsse, innen ist Stauraum für Bücher und kleine Schätze. Weil es von allen Seiten bespielbar ist, können mehrere Kinder gleichzeitig daran spielen. Es enthält Kleinteile, also nur unter Aufsicht. Kleiner und handlicher ist dieses Busy Board.
Holzkisten zum Bauen: Stapeln, umwerfen, reinsetzen, Zug spielen. Bei uns ist das die Matzbox, eine Holzkiste mit Bausteinen, die laut Hersteller von 1 bis 7 Jahren mitwächst. Wir haben uns für die große Variante entschieden. Alles lässt sich super wieder ineinander verstauen und ist platzsparend, aber trotzdem richtig vielseitig: mal ein Hochhaus, dann Regal für den Kaufladen, dann wieder Häuschen für die Tiere. Was uns als Eltern von Anfang an überzeugt hat, ist die Qualität. Das Holz ist laut Hersteller unbehandelt, schadstofffrei und FSC-zertifiziert, und das merkt man sofort beim Anfassen: kein Kunststoffgeruch, keine scharfen Kanten, nichts wackelt oder bricht. Der Preis ist nicht wenig, aber hier kauft man kein Wegwerfspielzeug. Der Hersteller gibt 20 Jahre Garantie, und wir sind überzeugt, dass die Matzbox noch an die nächste Generation weitergegeben werden kann.

Steckpuppen und Kugeln in Bechern: Zwei Holzspiele, die bei uns sehr gerne bespielt werden. Die Steckpuppen in Bechern kommen mit Filzmützen und kleinen Betten. Weil die Figuren keine Gesichter haben, können sie im Spiel jede Rolle übernehmen, und nebenbei wird nach Farben sortiert und gezählt. Genauso ein guter Kauf waren die Kugeln in Bechern: Kugeln in den passenden Becher legen, mit dem Löffel umfüllen, alles wieder ausleeren und von vorne beginnen. Beide Sets sind laut Hersteller aus Lindenholz und Birkensperrholz mit Wachsoberfläche statt Plastik und kommen mit einem Tablett, in dem alles zusammenbleibt. Das macht auch das Aufräumen leichter.

Quietbook aus Filz: Ein Stoffbuch zum Fühlen und Tun: Druckknöpfe, Klett, Schnüre, Perlen zum Schieben und Klappen zum Öffnen. Jede Seite ist eine kleine Aufgabe, und es passt in jede Tasche. Bei uns ist es ab etwa 18 Monaten im Einsatz und kommt auch im Wartezimmer oder im Restaurant mit. Unser eigenes gibt es leider nicht mehr zu kaufen, ein ähnliches ist dieses Quietbook.

Rutschauto: Draufsetzen, mit den Füßen abstoßen, losflitzen. Unser Favorit ist der My First von Scoot & Ride. Meine Kleine hat es zu ihrem ersten Weihnachten bekommen, und der Große hat es sich daraufhin selbst zum 7. Geburtstag gewünscht. Seitdem flitzen beide damit herum. Es wächst richtig mit: Laut Hersteller kann man es schon ab 6 Monaten nutzen.
Dann dreht man die Bodenplatte um, die Räder sind weg, und es rollt nicht davon, wenn sich das Baby daran hochzieht und die ersten Stehversuche macht. Später wird es zum Rutschauto, und ohne Oberteil ist es ein reines Gleitbrett. Er ist aus leichtem, stoßdämpfendem EPP-Schaum, der laut Hersteller zu 100 % recycelbar ist, und deshalb erstaunlich leise, selbst wenn die Kinder es hochheben und plumpsen lassen, und wenn sie irgendwo anpuffen, gibt es bei uns keine Kratzer oder Schrammen. Heiß geliebt ist auch der kleine Stauraum zwischen Brett und Sitz: Darin wird jede Menge Spielzeug von Zimmer zu Zimmer transportiert. Auch die Rollen hinterlassen bei uns auf dem Holzboden keine Spuren. Weil er so leicht ist, können die Kinder ihn auch selbst tragen, zum Beispiel ins nächste Zimmer oder hinaus in den Garten. Ihn gibt es in Rosa, Beige, Blau und Grün. Für mich ist es jeden Cent wert. Hier findest du den My First von Scoot & Ride
Bücher: Jetzt mit kurzen Geschichten und vielen Dingen zum Zeigen und Benennen. Bei meinem Sohn war das XL-Wimmelbuch über die Baustelle der Hit. Die Personen tauchen auf jeder Seite wieder auf, und später mochte es auch meine Tochter sehr. Ihre aktuellen Lieblinge sind Mein erstes Schlüsselbuch: Wo ist das kleine Affenbaby?, Wer hat die schönste Laterne? und „Wir bekommen ein Baby“, das wir uns in der Bücherei ausgeliehen haben. Und jegliche Musikbücher: eines mit klassischen Kinderliedern, eines mit klassischer Musik und eines mit Geräuschen. Hier passiert nur etwas, wenn sie selbst drückt, und sie hat sich damit auch allein lange beschäftigt.
Kastanien-Rollbahn: Kastanien in eine Pappkiste oder einen Wäschekorb, dazu eine Papprolle, einfach hineingelegt oder angeklebt. Dann wird gerollt, gesammelt und wieder gerollt. Kostet nichts und hält erstaunlich lange. Kastanien gehören aber nicht in den Mund, also bitte dabeibleiben.
2 bis 2,5 Jahre: Das Spiel bekommt Geschichten
Holzteile und Spieltiere: Bausteine, Holzscheiben, Tiere. Daraus wird ein Bauernhof, ein Zoo, eine Straße. Offenes Spiel ohne Anleitung. Bei den Tieren haben wir uns für die Figuren von Holztiger entschieden, aus Holz statt Plastik. Am Anfang haben wir ein kleines Set gekauft, seitdem kommt zu Geburtstagen und anderen Anlässen immer wieder eine Figur dazu. So wächst die Sammlung mit, und wer fragt, was sie sich wünscht, bekommt eine einfache Antwort. Wer nicht ganz so viel ausgeben möchte, findet bei goki ein Bauernhof-Set aus Holz oder schaut sich auf willhaben nach gebrauchten Figuren um. Holztiere halten ewig, gebraucht kaufen schont also auch die Umwelt. Die Schleich-Tiere vom Großen dürfen bei uns natürlich auch mitspielen. ;)

Lego Duplo und Hubelino-Murmelbahn: Steht bei uns gerade hoch im Kurs. Die Duplo-Steine hatten wir noch vom Großen, die Hubelino-Murmelbahn hat die Kleine dazubekommen. Sie lässt sich mit Duplo-Steinen kombinieren und ist der Nachfolger der Holzkugelbahn: Jetzt wird selbst gebaut, nicht nur rollen gelassen.

Fädelspiele: Dicke Holzperlen auf eine Schnur. Braucht Geduld und ist genau deshalb so gut. Meine Kleine liebt Fädeln! Gestartet haben wir mit diesem kleinen Fädelset, danach kam ein größeres Fädelspiel-Set für längeren Fädelspaß. Sehr gern mit dabei ist auch die Maus mit Käse: Die Holzmaus hängt an einer Schnur und wird durch die Löcher im Käse gefädelt. Das beschäftigt lange und ist bei uns auf Autofahrten immer mit dabei. Laut Hersteller ist sie aus unlackiertem Buchenholz mit Baumwollschnur, also komplett plastikfrei.
Mittlerweile fädelt sie auch gern kleine Perlen auf Pfeifenputzer, dabei bleibe ich aber immer daneben sitzen.

Tischglocken: Ein kleiner Druck von oben, und die Glocke klingt. Jede hat ihren eigenen Ton, so können Kinder damit bewusst Musik machen und zu Liedern mitläuten. Unsere Tischglocken werden bei uns sehr gerne bespielt.
Puzzle: Am Anfang Steckpuzzles mit Knöpfen. Ein Liebling meiner Kleinen sind Zuordnungspuzzles: Das Tierbaby sucht seine Mama, und beide Teile passen zusammen. Mit diesem Zuordnungspuzzle sucht sie die Paare sehr gern. Und es wächst mit: Später lässt es sich auch mit dem Tiptoi-Stift verwenden.

Teeservice aus Holz: Teekanne, Milchkännchen, Tassen, Untertassen und Löffel, dazu Kekse, ein Stück Käsetorte und eine Zitronenscheibe, alles auf einem Holztablett. Meine Kleine hat dieses Teeservice zum 2. Geburtstag bekommen, und seitdem werden wir regelmäßig bedient: Sie fragt nach, was wir trinken möchten, und bereitet es dann ganz genau zu. Ich habe dann noch einTablet dazu geakuft, dass sich besser tragen lässt. Laut Hersteller ist es aus Buchenholz mit Farben auf Wasserbasis und entspricht der Spielzeugnorm EN 71.
Roller und Helm: Meine Kleine liebt ihren Roller heiß und ist draußen ständig damit unterwegs. Mit 2 Jahren und 8 Monaten beherrscht sie ihn mittlerweile sehr gut. Wir haben uns für diesen Roller von Puky entschieden, weil wir beim Großen mit dem Puky-Laufrad schon gute Erfahrungen gemacht haben. Der Große war in dem Alter mit dem Laufrad unterwegs. Sie hat beides zur Verfügung und nimmt fast immer den Roller, natürlich, weil der Große heute auch Roller fährt. Kleine Geschwister wollen eben, was die Großen haben, und das ist oft das beste Argument für ein Geschenk. Den Helm am besten gleich mitschenken, dann ist er von Anfang an selbstverständlich. Beim Helm sind wir bei woom gelandet. Beim Großen haben wir wirklich viele ausprobiert, aber am besten sitzt bei uns einfach der woom. Bei einem Sturz rutscht er nicht über die Stirn nach oben, und er hat uns schon zweimal vor größeren Auas bewahrt.
Puppe mit wenig Zubehör: Eine kleine Puppe, ein paar Kleidungsstücke, eine Haube und ein Fläschchen reichen völlig. Vom Großen haben wir noch eine Stoffpuppe, Krümel, und meine Kleine hat dazu eine kleine Puppe mit Stoffkörper und Fläschchen bekommen. Dazu passt ein Puppenbuggy zum Schieben, der sich platzsparend zusammenklappen lässt, wenn er gerade nicht aktuell ist. Zum zweiten Geburtstag habe ich meiner Kleinen einen Rucksack mit Babypuppentrage genäht, damit ihre Puppe überall mit darf. Ein selbstgemachtes Geschenk, das jeden Tag benutzt wird.

Turnringe und Schwungtuch: Die Turnringe waren noch vom Großen da, das Schwungtuch zum Schaukeln hat sie zu Weihnachten bekommen. Wir haben uns bewusst für ein großes entschieden, damit der Große und die Kleine gemeinsam gut hineinpassen, und beide lieben es: zum Schaukeln, zum Einkuscheln und Lesen, und die Kleine ist darin sogar schon einige Male eingeschlafen. Wichtig ist eine sichere Befestigung an Decke oder Türrahmen, die zum Gewicht passt, und dass du in der Nähe bist.
2,5 bis 3 Jahre: Wie die Großen

Doktortasche: Abhören, verbinden, Spritze geben. Wird bei uns an Kuscheltieren, Eltern und Geschwistern ausgiebig ausprobiert. Die Tasche habe ich aus Filz selbst genäht, das Zubehör ist größtenteils aus Holz. Das Spielzeug-Stethoskop haben wir durch ein echtes Stethoskop ersetzt, mit dem man wirklich den Herzschlag hört, und dazu kam ein ausgemustertes Ohr-Fieberthermometer. Die Batterien habe ich vorher herausgenommen. Das solltest du bei allen ausgemusterten Geräten machen, denn verschluckte Knopfzellen sind für Kleinkinder lebensgefährlich.

Tierpflege-Set: Ein Plüschtier mit Transporttasche, Decke, Napf und Pflegezubehör aus Holz. Füttern, bürsten, ins Körbchen legen: Hier kümmert sich das Kind um jemanden, genau wie die Großen. Wir haben das Set mit Katze, auf dem Foto hat sich aber unser Hund reingemogelt. Das Set gibt es auch mit Hund.

Spiel mit Zange: Kugeln oder Bommel mit einer Zange von einer Schale in die andere. Klingt unspektakulär, ist aber hochkonzentrierte Arbeit. Bei uns sind gleich mehrere Werkzeuge im Einsatz: bunte Zangen mit Sortierschüsseln, eine Schöpfschere und Zangen, die aussehen wie zwei kleine Hände. Jedes Werkzeug verlangt einen etwas anderen Griff, so bleibt es spannend.

Schraubenzieher-Spiel und Akkuschrauber: Schrauben, Muttern und Werkzeug in Kindergröße, dazu ein Spielzeug-Akkuschrauber mit Batterien. Kein echtes Werkzeug, aber er dreht sich wirklich, und genau das macht den Reiz aus. Achte darauf, dass das Batteriefach verschraubt ist.

Toniebox: Wird bei uns sehr viel genutzt, das will ich nicht verschweigen. Aber sie ist teuer, ein geschlossenes System, und jede Figur kostet extra. Mit einem Kreativ-Tonie kannst du auch eigene Geschichten und Lieder aufnehmen, das macht sie für uns sinnvoller. Die Toniebox gibt es auf Amazon. Es lohnt sich aber, die Preise mit Thalia zu vergleichen und auf Aktionen zu warten: Thalia Österreich und Thalia Deutschland.

Magnetische Bausteine: Bauen, das hält. Wir haben No-Name-Bausteine und Magformers ausprobiert, und die Magnetkraft hat einen enormen Unterschied gemacht. Deshalb sind wir beim Original geblieben und haben mittlerweile eine riesige Sammlung, mit der der Große wirklich tagtäglich gebaut hat. Achte hier besonders auf die Altersangabe, viele Hersteller geben Magnetbausteine erst ab 3 Jahren frei. Und sortiere beschädigte Teile sofort aus: Ein verschluckter Magnet ist gefährlich.

Klangbaum: Oben eine Murmel einlegen, und sie hüpft klingend von Blatt zu Blatt nach unten. Ursache und Wirkung zum Zuschauen und Zuhören, und es wird nie langweilig, die nächste Murmel loszuschicken. Das ist unser Klangbaum. Murmeln sind allerdings Kleinteile: Achte auf die Altersangabe des Herstellers, und gespielt wird bei uns nur unter Aufsicht.
Größere Puzzles: Mit 2,5 Jahren klappen bei uns schon Puzzles mit 8 bis 10 Teilen gut.
Hammerspiel: Kleine Holzteile mit kurzen Nägeln auf eine Korkplatte hämmern. Laut, konzentriert und mit sichtbarem Ergebnis. Nur unter Aufsicht. Unser Hammerspiel
Schlüssel und Schlösser: Ein Vorhängeschloss oder ein Schlösserbrett mit passenden Schlüsseln. Welcher Schlüssel passt wo? Das ist knifflig, fördert die Feinmotorik und fühlt sich für Kinder nach echter Erwachsenensache an. Gut geeignet ist zum Beispiel dieses Set mit Schlössern und Schlüsseln. Wer mehr will, nimmt dieses Schraubenzieher-Brett aus Holz mit Schrauben, Muttern, Riegeln und Vorhängeschloss samt Schlüssel. Das gibt der Hersteller allerdings erst ab 3 Jahren an, also nur gemeinsam spielen.
Tiptoi: Ab etwa 2,5 Jahren geht der Tiptoi-Stift bei uns super. Das Kind tippt selbst auf Bilder und entscheidet, was es hören will. Anders als bei vielen Geräten passiert also nur etwas, wenn das Kind aktiv wird. Zum Einstieg passt das Starter-Set mit Stift und Bauernhof-Buch.
Erstes Brettspiel: Meine Tochter liebt „Da ist der Wurm drin“ von Zoch. Nach Regeln spielen wir noch nicht. Es geht rein ums Würfeln, Farben erkennen und den Wurm füttern, und genau das macht ihr riesigen Spaß. Der Hersteller gibt das Spiel ab 4 Jahren an, so wächst es noch lange mit.
Kreativ sein: was bei uns immer griffbereit liegt
Malen, kneten, stempeln gehört bei uns ab etwa 2 Jahren zum Alltag. Diese Sachen werden nie langweilig, weil jedes Mal etwas anderes dabei herauskommt.

Woody-Farbstifte: Dicke Stifte, die man trocken verwenden oder mit Wasser und Pinsel wie Wasserfarben vermalen kann. Auf glatten Flächen wie Glas lassen sie sich mit Wasser wieder wegwischen. Der Hersteller empfiehlt sie ab 3 Jahren. Ich habe die große Packung genommen, weil ich eine große Farbauswahl einfach liebe und weil Gold und Silber dabei sind. Die liebt mein Großer. Es gibt sie aber auch in kleineren Packungen und in Pastelltönen. Hier findest du die große Woody-Packung und hier die Pastell-Ausgabe.

Fingerfarben: Handabdrücke werden bei uns geliebt. Am besten mit alter Kleidung und abwaschbarer Unterlage. Bei uns im Einsatz sind diese Fingerfarben und diese hier.
Stempel und Sticker: Kleine Erfolgserlebnisse, die sofort sichtbar sind. Sticker abziehen ist nebenbei eine tolle Übung für die Finger.
Dot-Marker: Tupfstifte mit großem Griff, mit denen Kinder Punkte setzen statt Linien ziehen. Perfekt für Hände, die noch keinen Stift halten wollen. Unsere Dot-Marker

Kinderschere: Erst wird geschnipselt, dann irgendwann geschnitten. Für mich ist diese Kinderschere die beste Schere überhaupt: Die Spitze ist abgerundet, und mit einem Schieber lässt sich die Klinge im Griff versenken, wenn sie gerade nicht gebraucht wird. Mit Beaufsichtigung nutzt meine Kleine sie schon ab 2 Jahren, und zwar immer mit mir daneben.
Selbstgemachte Knete: Bei uns ein absoluter Hit. Aus Mehl, Salz, Wasser und Öl ist sie schnell gemacht, und wenn sie hart wird, macht man einfach neue.
Mithelfen statt Spielzeug
Ab etwa 2,5 Jahren wollen Kinder vor allem eins: das tun, was die Großen tun. Bei uns ersetzen ein paar echte Werkzeuge und echte Aufgaben deshalb einiges an Spielzeug.

Kaufladen: Einkaufen spielen ist bei meiner Kleinen gerade das Größte. Einen Kaufladen haben wir trotzdem nicht gekauft. Wir bauen ihn aus dem, was da ist: die Rutsche vom Kletterdreieck als Ladentisch auf zwei Kallax-Kisten, dazu Holzspielzeug und selbstgemachte Lebensmittel aus Salzteig oder Filz. So wird das Kletterdreieck gleich doppelt genutzt. Investiert haben wir dagegen ins Sortiment: Getränke mit Milch und Kakao, eine Getränkekiste mit Saft, einen Eierkarton mit Eiern und Körbe mit Obst, Gemüse, Gebäck und Co. Die Kassa haben wir von Ikea, und weil zwei Kinder gleichzeitig verkaufen wollen, gibt es noch eine zweite Kassa. Und bei der Oma steht noch die alte Spielküche vom Großen, die bei jedem Besuch gerne bespielt wird. Nicht alles muss zuhause stehen: Was bei den Großeltern wohnt, bleibt dort etwas Besonderes.
Mithelfen im Garten oder am Balkon: Eine kleine Gießkanne, und schon ist klar, wer jeden Tag die Blumen gießt. Die Pflanzen werden so ganz nebenbei Teil vom Alltag.
Nüsse knacken: Das liebt meine Kleine gerade besonders. Ein echter Nussknacker, eine Schale Nüsse, und sie ist voll konzentriert. Wichtig: Ganze Nüsse und größere Stücke sind für Kleinkinder ein Erstickungsrisiko. Geknackt wird gemeinsam, gegessen wird nur, was du vorher zerkleinert hast.

Mithelfen in der Küche - Schneiden wie die Großen: Kleinkinder wollen in der Küche mithelfen, und mit dem richtigen Werkzeug geht das auch. Für den Anfang, ab etwa einem Jahr, nutzen wir dieses Set mit einem Messer aus Holz, das plastikfrei ist und weiche Lebensmittel wie Banane gut schafft. Ab etwa 2 Jahren kamen dann diese Kindermesser dazu, mit abgerundeter Spitze und Fingerschutz am Griff. Geschnitten wird bei uns nur gemeinsam, mit dir direkt daneben.Wenn es schon geschickt ist, kommt ein Schäler dazu. Kein Spielzeug, sondern echte Arbeit, und genau das macht Kinder in dem Alter stolz. Natürlich immer mit dir daneben.
Was ich nicht mehr kaufen würde
Am deutlichsten hat es mir das bunte Handy mit Musik gezeigt. Es blinkt, es singt, es macht alles allein. Nach ein paar Mal Anschauen war es uninteressant, weil es für das Kind nichts mehr zu entdecken gab.
Das ist für mich die wichtigste Lektion aus zwei Kindern: Spielzeug, das alles selbst macht, macht das Kind zum Zuschauer. Die Fernbedienung dagegen tut gar nichts. Genau deshalb kann das Kind alles mit ihr machen, außerdem nehmen sie am liebsten genau das in die Hand, was auch du benutzt :) Schneebesen + Schüssel und vielleicht etwas Schaum? Kind ist mega glücklich!
Der zweite große Fehlkauf bei uns: Kuscheltiere in Mengen. Sie liegen herum, wirklich gekuschelt wird mit den wenigsten. Ein paar ausgewählte reichen völlig. Es passiert zwar, dass dann auf einmal für ein Riesenlager alle Kuscheltiere gebraucht werden, aber die restliche Zeit fristen sie ihr Dasein auf dem Regal. Ich habe uns dann so einen leeren Sitzsack besorgt und der wird dann mit den Kuscheltieren gefüllt, die aktuell nicht gebraucht werden, der Sitzsack wird dann aber schon genutzt.
Zeit statt Spielzeug: Geschenke, die nicht im Regal landen
Die schönsten Geschenke für Kleinkinder passen oft in keinen Karton. Gerade wenn Großeltern oder Paten fragen, was sie schenken können, sind das meine Lieblingsantworten:
Ein gemeinsamer Ausflug: Tierpark, Bauernhof, Schwimmbad. Für ein Kleinkind ist das ein riesiges Erlebnis. Mach dann Fotos und Videos: Meine Kleine liebt es, sie anzuschauen und erinnert sich gerne daran!
Ein fester Oma-Opa-Tag: Regelmäßige Zeit mit den Großeltern bleibt länger als jedes Spielzeug. Damit haben wir beim Großen angefangen, als ich wieder arbeiten ging, und es ist dabei geblieben und er liebt diesen Tag mit exklusiver Zeit mit Oma und Opa!
Vorlesezeit: Ein Buch plus das Versprechen, es oft gemeinsam anzuschauen. Eine weitere Möglichkeit (wenn man zum Beispiel weit weg wohnt), ist ein Bilderbuch zu verschenken (Gute-Nacht-Geschichte oder ähnliches) und dann einen Kreativ-Tonie zu bespielen mit dem gesprochenen Text, sodass die Kleinen es sich immer wieder anhorchen können :)
Gemeinsam in die Bibliothek: Ab etwa 2 Jahren lohnt sich immer wieder ein Ausflug in die Bücherei. Meine Kleine liebt es. Neue Bücher für ein paar Wochen, ohne dass sich zuhause etwas stapelt. Ein eigener Bibliotheksausweis kann sogar das Geschenk selbst sein.
Weitergeben statt neu kaufen: Vieles, was bei uns am meisten bespielt wird, war schon vom Großen da. Gebrauchtes Spielzeug ist kein Geschenk zweiter Klasse und nachhaltig.
Für später statt für jetzt: Wer unbedingt etwas schenken möchte, kann Geld lieber aufs Sparbuch legen oder eine kleine Goldmünze schenken. Ein Kleinkind merkt davon heute nichts, aber im Kinderzimmer stapelt sich nichts, und später ist es ein schöner Grundstock, zum Beispiel für den Führerschein oder die erste eigene Wohnung.
Klein statt groß: Im Adventskalender meiner Kleinen war letztes Jahr jeden Tag eine gebrauchte Duplo-Tierfigur oder eine Packung Fruchtleder. Kleine Dinge, die zum Vorhandenen passen, statt 24 neuer Spielsachen oder Süßigkeiten.
Und ganz praktisch: Sprich mit der Familie ab, wer was schenkt. Eine kleine Wunschliste verhindert, dass drei Leute dasselbe kaufen. Praktisch ist zum Beispiel eine Wunschliste auf Amazon: Wird etwas direkt über die Liste gekauft, verschwindet es von der Liste. Wichtig ist nur, der Familie auch zu sagen, dass direkt da rausgekauft werden muss. Wer das Geschenk woanders oder ohne die Liste kauft, hakt es nicht ab, und dann ist es am Ende doch doppelt da.
Häufige Fragen
Wie viel Spielzeug braucht ein Kleinkind?
Eine feste Zahl gibt es nicht. Die Studie von Dauch et al. deutet darauf hin, dass Kleinkinder mit wenigen Spielsachen länger und vielfältiger spielen. Bei uns hat sich bewährt: lieber wenige Sachen gut erreichbar als volle Kisten.
Was schenke ich, wenn schon alles da ist?
Zeit. Ein Ausflug, ein fester gemeinsamer Nachmittag oder ein Erlebnis. Oder ein Buch, das gemeinsam angeschaut wird.
Ist Montessori-Spielzeug besser?
Nicht automatisch. Gut ist Spielzeug, bei dem das Kind selbst aktiv wird. Das kann ein Montessori-Material sein, aber genauso eine Holzkiste oder eine alte Fernbedienung.
Was mache ich mit dem Geschenkeberg an Geburtstag oder Weihnachten?
Nicht alles auf einmal geben. Ein paar Geschenke zurücklegen und an einem anderen Tag überreichen. Das Kind freut sich doppelt, und jedes Geschenk bekommt seinen Moment.
Zum Schluss
Sinnvolle Geschenke für Kleinkinder müssen weder teuer noch besonders pädagogisch klingen. Sie müssen nur eines können: das Kind selbst machen lassen. Nach unserem großen Ausmisten ist bei uns genau das übrig geblieben, und es wird jeden Tag bespielt.
Welches Spielzeug hat bei euch alle anderen überlebt? Und was war euer größter Fehlkauf? Schreib es mir gern in die Kommentare.


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